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Der Zürcher Lehrerinnen- und Lehrerverband (ZLV) und die Sekundarlehrkräfte des Kantons Zürich (SekZH) haben im Februar 2009 den Wunsch an die Bildungsdirektion gerichtet, die Sicht und die Erfahrungen der Lehrpersonen über einen zusätzlichen Kanal in das Projekt Chance Sek einzubringen. Angeregt wurde eine Erhebung zu Problemen der Sekundarstufe der Volksschule und zu möglichen Lösungen aus Sicht der Lehrpersonen.
Die Bildungsdirektion des Kantons Zürich hat dieses Anliegen aufgenommen und das Institut für Bildungsevaluation (IBE, Assoziiertes Institut der Universität Zürich) mit der Durchführung einer Delphi-Befragung beauftragt. Ziel war es, ein praxisnahes Bild der Sekundarschule sowie Positionen und Lösungsansätze aus der Sicht der Lehrpersonen zu verschiedenen Themen- und Problembereichen der Sekundarstufe I zu erhalten, die für das Projekt Chance Sek genutzt werden können.
An der Diskussion beteiligt waren zwölf Lehrpersonen aus unterschiedlichen Schulen des Kantons Zürich. Je vier Lehrpersonen wurden vom Zürcher Lehrerinnen- und Lehrerverband (ZLV) und vom Verein Sekundarlehrkräfte des Kantons Zürich (SekZH) ausgewählt. Damit auch Vertreterinnen und Vertreter jener Lehrpersonen an der Diskussion teilnehmen konnten, die keinem Verband angehören, wurden vier Lehrpersonen von der Pädagogischen Hochschule des Kantons Zürich ausgewählt. Bei der Auswahl der Lehrpersonen wurde darauf geachtet, dass Lehrpersonen aus den Abteilungen A, B oder C, aus städtischen und ländlichen sowie aus grossen und kleinen Schulen in etwa gleich vertreten waren. Dies galt ebenso für die Vertretung der beiden Geschlechter.
Die Begleitkommission Chance Sek hat die Ergebnisse dieser qualitativen, nicht-repräsentativen Befragung anlässlich ihrer Sitzung vom 9. Dezember 2009 zur Kenntnis genommen.
Der Bericht enthält viele interessante Diskussionsbeiträge zu Themen wie Stundentafel, Lehrplanziele, Lehrmittel, Methodenfreiheit oder Bedeutung der Klassenlehrperson. Angesprochen ist aber auch die Belastungssituation der Lehrpersonen. Dabei wird deutlich, dass sich die zwölf Lehrerinnen und Lehrer in vielen Fragen zur Weiterentwicklung der Sekundarstufe I einig sind, insbesondere bei Massnahmen zur Verbesserung der Unterrichts- und Arbeitsbedingungen. Es sind aber auch unterschiedliche Vorstellungen vorhanden, so beispielsweise hinsichtlich des Sekundarschulmodells.
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