Vorarbeiten: Die Weiterentwicklung der Sekundarstufe der Volksschule ist ein anspruchsvolles Vorhaben, die Meinungen der verschiedenen Anspruchsgruppen sind teilweise kontrovers. Um eine konstruktive Diskussion zu gewährleisten, brauchte es einen Entwurf einer Diskussionsgrundlage für die Weiterentwicklung der Sekundarstufe der Volksschule. Dieser Text wurde von der Bildungsdirektion in Zusammenarbeit mit der Begleitkommission erarbeitet und im Sommer 2008 vom Bildungsrat in die Diskussion gegeben.
Start-Tagung Chance Sek: Am 12. September 2008 wurde die öffentliche Diskussion über die Weiterentwicklung der Sekundarstufe der Volksschule mit einer gross angelegten Veranstaltung lanciert. An dieser Tagung haben rund 200 Vertreterinnen und Vertreter der verschiedenen Anspruchsgruppen teilgenommen. Ziel war es, über die Situation der Sekundarstufe der Volksschule zu informieren und möglichst viele Interessierte in die Diskussion einzubeziehen.
Regionale Foren: Die Weiterentwicklung der Sekundarstufe ist für fast alle Gemeinden im Kanton Zürich ein Thema. Die Diskussion musste deshalb auch regional geführt werden. Zwischen Dezember 2008 und September 2009 haben gegen 500 Vertreterinnen und Vertreter der Lehrerschaft, der Schulbehörden, der Schulleitungen, der Elternforen und der Lehrbetriebe aus allen Schulgemeinden des Kantons Zürich an insgesamt sieben regionalen Forumsveranstaltungen teilgenommen. Sie wurden über die Probleme der Sekundarstufe der Volksschule und über das Projekt Chance Sek informiert. Die Veranstaltungen verstanden sich aber insbesondere als Gesprächs- und Diskussionsforum für die Weiterentwicklung der Sekundarstufe der Volksschule. Beispielhaft und konkret sollte erkennbar werden, was die verschiedenen Anspruchsgruppen beschäftigt, wie eine zukünftige Sekundarstufe aussehen soll.
Hearings: Es sind die einzelnen Schulen, die die bestehenden unterschiedlichen Modelle konkret anwenden und dabei ihre Erfahrungen machen. Um dieses Wissen aus der Schulpraxis für die Weiterentwicklung der Sekundarstufe zu nutzen, wurden zwischen März und Juni 2009 an sieben ausgewählten Schulen mit unterschiedlichen Modellen Hearings durchgeführt. In den Schulhäusern Rosenau (Winterthur-Töss), Petermoos (Regensdorf), Flaach, Ruggenacher (Regensdorf), Allmend (Meilen), Letzi (Zürich) und Lindberg (Oberwinterthur) diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aller Anspruchsgruppen über Stärken und Schwächen ihrer jeweiligen Schule und über die Möglichkeiten einer Weiterentwicklung.
Delphi-Befragung Lehrpersonen: Die Bildungsdirektion hat das Anliegen des Zürcher Lehrerinnen- und Lehrerverbands (ZLV) und der Sekundarlehrkräfte des Kantons Zürich (SekZH), die spezifische Sicht und die Erfahrungen der Lehrpersonen noch intensiver in das Projekt Chance Sek einzubeziehen, aufgenommen und das Institut für Bildungsevaluation (IBE, Assoziiertes Institut der Universität Zürich) mit der Durchführung einer Delphi-Befragung beauftragt. Zwölf Lehrpersonen äusserten sich in einer mehrstufigen Befragung zu Problemen, Positionen und Lösungsansätzen zur Sekundarstufe der Volksschule. Die Ergebnisse dieser qualitativen und nicht-repräsentativen Befragung werden für das Projekt Chance Sek genutzt.
Auswertung: Im Projekt Chance Sek ist seit September 2008 über die Zukunft der Sekundarschule im Kanton Zürich debattiert worden. Ausgangspunkt dafür war die Diskussionsgrundlage der Bildungsdirektion, die mit den Anspruchsgruppen und in der interessierten Öffentlichkeit eingehend diskutiert worden ist. Diese Phase ist am 30. September 2009 mit der Forumsveranstaltung in Zürich bzw. am 9. Dezember 2009 mit der Diskussion der Delphi-Befragung in der kantonalen Begleitkommission abgeschlossen worden. Aufgrund der Ergebnisse der Diskussionen wird die Bildungsdirektion in Zusammenarbeit mit der kantonalen Begleitkommission von Dezember 2009 bis Ende Mai 2010 die Grundlagen für die Weiterentwicklung der Sekundarstufe der Volksschule erarbeiten.
Entscheidung: Die Bildungsdirektion legt die Vorschläge für die Weiterentwicklung der Sekundarstufe der Volksschule im Sommer 2010 dem Bildungsrat zum Entscheid vor, zusammen mit einem Bericht zum Projekt Chance Sek. Der Bildungsrat wird darüber beraten, welches die Eckpunkte einer zukünftigen Sekundarstufe der Volksschule sein sollen und wie die notwendigen gesetzlichen Grundlagen durch die Bildungsdirektion vorzubereiten sind.
Chance Sek befasst sich mit der Weiterentwicklung der Sekundarstufe der Volksschule im Kanton Zürich. Mit dem neuen Volksschulgesetz von 2005 wurde auch die Sekundarstufe der Volksschule neu konzipiert. Warum also eine neue Entwicklungsphase? Fakt ist, dass in der bestehenden Sekundarschule trotz grossem Einsatz der Lehrpersonen wichtige Ziele nicht erreicht werden können. Daher haben Regierungsrat und Bildungsrat des Kantons Zürich beschlossen, die Sekundarstufe in den nächsten Jahren weiterzuentwickeln. Die Sek der Zukunft soll bessere Lernerfolge für alle Schülerinnen und Schüler bringen, mehr Chancengleichheit gewähren und einheitlicher aufgebaut sein. Auf dieser Website finden Sie viele Informationen zu den Hintergründen und den Zielen von Chance Sek und über den Ablauf und die Ergebnisse des Diskussionsprozesses.
Die Weiterentwicklung der Sekundarstufe der Volksschule ist ein anspruchsvolles Vorhaben, die Meinungen der verschiedenen Anspruchsgruppen sind teilweise kontrovers. Um eine konstruktive Diskussion führen zu können, braucht es einen inhaltlichen Entwurf. Zu diesem Zweck hat die Bildungsdirektion die Diskussionsgrundlage „Entwicklungsziele und Massnahmen für die Weiterentwicklung der Sekundarstufe der Volksschule“ erarbeitet. Diese Diskussionsgrundlage wird laufend weiterentwickelt.
Im Projekt Chance Sek ist zwischen September 2008 und Dezember 2009 über die Zukunft der Sekundarschule im Kanton Zürich debattiert worden, so auch auf dieser Website. Nach Abschluss dieser Phase wurden die „elektronischen Briefkästen“ geschlossen. Weiterhin zugänglich sind die Zusammenfassungen der eingegangenen Beiträge.
Das Projekt Chance Sek produziert regelmässig einen Newsletter, in dem die laufende Debatte abgebildet, Informationen vermittelt, die Beteiligten vorgestellt und wichtige Termine angekündigt werden.