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- Die Bildungsstatistik verfügt derzeit nicht über Daten zu den Wechseln, die jeweils in einem Klassenzug im Verlauf von drei Jahren stattfinden. Diese Wechsel belasten sowohl die Klasse als auch die Lehrpersonen. Da ein Ziel des Projekts Chance Sek die Verbesserung der Durchlässigkeit ist, wäre es wichtig, diese Zahlen zu kennen. Diese Erhebung ist aber sehr komplex und kann zuverlässig nur durch die jeweiligen Klassenlehrpersonen gemacht werden. Es müssten wohl Stichproben gemacht werden.
- Die Sekundarstufe I hat mit zahlreichen Problemen zu kämpfen: Vielfalt der Modelle, für Individualisierung ungeeignete Lehrmittel, zunehmende Heterogenität, Mangel an Lehrpersonen, Schere zwischen Klassen- und Fachlehrpersonen, zu wenig Praxisbezug in der Lehrerausbildung. Mögliche Lösungswege wären: Abschaffung des Untergymnasiums, Schaffung eines Netzwerks für individualisierendes Unterrichtsmaterial, Reduktion des Pensums für Klassenlehrpersonen um drei bis vier Lektionen.
- Die Organisation der Sekundarschule ist in den letzten Jahren durch den Einsatz vieler Teilzeitlehrpersonen und durch das Ausbildungsprofil der jungen Lehrkräfte, die aus der Pädagogischen Hochschule abgehen, sehr kompliziert und ineffizient geworden. Zudem werden die Schüler von zu vielen Lehrpersonen unterrichtet. Dadurch entstehen viele Probleme, auch im disziplinarischen Bereich. Die Schülerinnen und Schüler sollten wieder von weniger Lehrkräften unterrichtet werden. Wichtig ist auch die Stärkung der Klassenlehrpersonen. Der Klasse als stabiler Rahmen und Ort der Vertrautheit muss mehr Bedeutung eingeräumt werden. Das kann nicht kostenneutral erreicht werden.
- Die Motivation der Schüler/innen ist abhängig von Beziehung und Rahmenbedingungen. Viele sind am Ende der Schulzeit demotiviert, da sie die "Laborsituation" satt haben. Deshalb: Letzte Klasse der Sekundarstufe fakultativ machen, mehr Praxisbezug herstellen. Zudem: Leistungsklassen mit starker Durchlässigkeit, Jahrgangsklassen abschaffen, trotzdem ein Bezugslehrer als Anlaufperson, die bleibt.
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